Thu 12 Eröffnungskonzert
Ein außergewöhnliches Ereignis versprechen beide Eröffnungskonzerte mit der traditionellen Aufführung von Smetanas Zyklus Mein Vaterland in einer Interpretation des Orchesters des Prager Konservatoriums und des Dirigenten Jiří Bělohlávek anlässlich des 200. Gründungsjubiläums des Prager Konservatoriums.
Wed 18 Die Symphonie der Tausend von Gustav Mahler
An Mahlers Todestag, dem 18. Mai, wird seine Symphonie Nr. 8 aufgeführt, an der sich an die 400 Mitwirkende beteiligen. Das monumentale Werk erfordert einen monumentalen Raum: erstmals in der Festivalgeschichte wird ein Konzert in der multifunktional genutzten Prager O2 Arena veranstaltet.
Fri 19 Michael Tilson Thomas
Ein regelmäßiger Festivalgast, das Orchester San Francisco Symphony mit seinem Chefdirigenten Michael Tilson Thomas, bringt gemeinsam mit den Sängerinnen Laura Claycomb und Katarina Karneus und dem Tschechischen philharmonischen Chor Brno Mahlers Symphonie Nr. 2, die „Auferstehungssymphonie“, zur Aufführung.
Út 24 Lisa Batiashvili
Weitere ausländische Starensemble und –solisten bietet das Konzert der Philharmonie New York mit der Violinistin Lisa Batiashvili, die unter der Leitung von Alan Gilbert Bartóks Violinkonzert Nr. 2 spielt.
Sat 4 Sir Simon Rattle
Im Jahre 2011 geben herausragende internationale Orchester auf dem Festival ein Gastspiel, dazu gehören natürlich auch die Berliner Philharmoniker. Auf dem Abschlusskonzert bringen sie unter dem Dirigat ihres künstlerischen Leiters Sir Simon Rattle Mahlers Symphonie Nr. 6 zu Gehör.
News und Artikel
Das Mahler-Jahr 2011 begeht der Prager Frühling im großen Stil, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der nächste Festivaljahrgang verspricht, zu einem Defilee der besten Orchester weltweit zu werden, aufgeführt wird auch die „nicht aufführbare“ Symphonie der Tausend von Gustav Mahler.
Gestern verklang das letzte Konzert des diesjährigen Festivals. In diesem Jahr gab es davon an die sechzig. Erinnern Sie sich mit uns an die bedeutsamsten Momente des 65. Prager Frühlings.
Die erste Hälfte des Konzerts der Ungarischen Nationalphilharmonie unter der Leitung von Zoltán Kocsis war ganz von einem ungarischen Geist getragen. Die Philharmoniker eröffneten den Abend mit der Tanzsuite von Béla Bartók – es wird wahrscheinlich keinen Komponisten geben, der sich der original ungarischen Musik intensiver gewidmet und sie so ganz natürlich als Inspirationsquellen in sein eigenes Schaffen aufgenommen hätte. Danach setzte sich Dezső Ránki ans Klavier und spielte das fast impressionistisch anmutende Klavierkonzert Nr. 3 desselben Komponisten, wofür er begeisterte Reaktionen des Publikums erntete. In der zweiten Hälfte des Abends erklang die von den Zuschauern erwartete Symphonie Nr. 1 „Titan“ von Gustav Mahler. Die Ungarn trugen diese in der Form vor, die bei der Uraufführung im Jahre 1889 erklang, die der Komponist damals persönlich in Budapest dirigierte. Die Schlussovationen der Zuschauer bestätigten, dass es sich um ein beim Publikum sehr beliebtes Werk handelt.
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