Dirigenten und Komponisten
Die nicht zu übersehende Reihe von mit einem Glorienschein umgebenen Künstlern, die auf dem Festival Prager Frühling auftraten, besteht aus den dirigierenden Komponisten Leonard Bernstein, Arthur Honegger, Paul Hindemith, Darius Milhaud, Pierre Boulez oder Hans Werner Henze und den Dirigenten Karel Ančerl, Claudio Abbado, Sir Adrian Boult, Herbert von Karajan, Lorin Maazel, Kurt Masur, Jewgeni Mrawinski, Charles Munch, Wolfgang Sawallisch und Leopold Stokowski.
Violinisten
Desweiteren waren die legendären Violinisten David Oistrach, Yehudi Menuhin, Shlomo Mintz, Ruggiero Ricci, Josef Suk, Henryk Szeryng, in den letzten Jahren z. B. Gidon Kremer, Anne-Sophie Mutter, Maxim Wengerow, Gil Shaham oder die junge Amerikanerin Hilary Hahn Gäste des Festivals.
Pianisten
Zu den berühmten Pianisten des Festivals gehören neben dem bereits erwähnten Swjatoslaw Richter Artur Rubinstein, Rudolf Firkušný, Lew Oborin, Emil Gilels, Rudolf Serkin, Alfred Brendel, Arturo Benedetti Michelangeli bzw. die Gewinner des prestigeträchtigen internationalen Fréderic-Chopin-Wettbewerbs in Warschau Maurizio Pollini, Martha Argerich, Garrick Ohlsson, Krystian Zimerman, Li Yun Di und Rafal Blechacz.
Wiederholt stellten sich au dem Festival natürlich auch alle wesentlichen Vertreter der tschechischen Klavierschule vor, so František Rauch, Josef Páleníček, František Maxián, Jan Panenka, Ivan Moravec, Ivan Klánský und die beiden letzten Gewinner der Klavierwettbewerbe des Prager Frühlings Martin Kasík und Ivo Kahánek.
Violoncellisten
Jedesmal wieder freute sich das Prager Publikum auf die Rückkehr von Mstislaw Rostropowitsch und weiterer Violoncellisten wie Natalie Gutman, Boris Pergamentschikow oder Mischa Maiský.
Sänger
Die Galerie der großen Sänger des Prager Frühlings besteht aus der Sopranistin Galina Wischnewskaja (gerade hier auf dem Prager Festival begegnete sie hier im Jahre 1955 ihrem Lebensgefährten und künstlerischem Partner Mstislaw Rostropowitsch), ihren Kolleginnen Elisabeth Schwarzkopf, Jelena Obraszowa, Katia Ricciarelli, Kathleen Battle, Edita Gruberová und Gabriela Beňačková, der Mezzosopranistin Christa Ludwig, Jessye Norman, Brigitte Fassbaender, Anne Sofie von Otter, Bernarda Fink oder beiden führenden tschechischen Vertreterinnen dieses Stimmfaches Dagmar Pecková und Magdalena Kožená, den Tenören Nicolai Gedda, Peter Schreier, Luciano Pavarotti, Peter Dvorský, Štěfan Margita, den Baritonen Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Hampson, Matthias Goerne sowie den Bässen Kim Borg, Nikolai Ghiaurow oder Ruggiero Raimondi.
Orchester
Neben herausragenden Solisten und Dirigenten gehören zu den für die Zuschauer attraktiven Programmpunkten jedes Festivaljahrgangs auch Auftritte weltbekannter Symphonieorchester. Hatte im Jahre 1946 und in den unmittelbar folgenden Jahren an allen Orchesterkonzerten nur die Tschechische Philharmonie teilgenommen, so erweiterte sich dies in den folgenden Jahren zuerst um Prager und später um weitere tschechoslowakische Klangkörper.
Bereits ab dem 4. Jahrgang wurde der Prager Frühling durch das Gastspiel des Symphonieorchesters Budapest auch zu einem repräsentativen Festival ausländischer Symphonieorchester. Den Budapester Philharmonikern folgten zuerst weitere Orchester aus dem damaligen Ostblock (Leipziger Gewandhausorchester, Dresdner Staatskapelle, Leningrader Philharmonie, Großes Symphonieorchester des polnischen Rundfunks u. a.), doch ab dem denkwürdigen Auftritt der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan im Jahre 1963 gastierten auf dem Prager Frühling wiederholt auch die Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg, das Concertgebouworkest Amsterdam, des Weiteren das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das Royal Liverpool Philharmonic bzw. das Hallé Orchestra aus Großbritannien, aus Frankreich waren am häufigsten das Orchestre National de France bzw. das Orchestre de Paris zu Gast.
Ab 1983 kamen auch Klangkörper aus Übersee, aus Asien, hinzu: das NHK Symphony Orchestra Tokyo, das Tokyo Philharmonic Orchestra und das Japan Philharmonic Orchestra.
Die Gastspiele amerikanischer Orchester auf dem Prager Frühling leiteten 1989 die Konzerte des The Cleveland Orchestra ein, kurz darauf folgten The Philadelphia Orchestra, das Detroit Symphony Orchestra, The Metropolitan Opera Orchestra, das National Symphony Orchestra Washington, derzeit kommt das San Francisco Symphony Orchestra häufig zum Festival.
Oper und Ballett
Ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Programms des Prager Frühlings sind auch Theatervorführungen im Rahmen des Festivals, die in der Regel in Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater und der Staatsoper realisiert werden. Zu Ensembles außerhalb Prags, die im Rahmen des Prager Frühlings Gastspiele gaben, gehörte n am häufigsten die Ensembles des Nationaltheaters in Brno und des Slowakischen Nationaltheaters Bratislava. Einen herausragenden Platz in der Festivalchronik nehmen allerdings auch Gastspiele der Opern- und Ballettensembles des Bolschoi-Theaters in Moskau, des Kirow-Theaters aus dem damaligen Leningrad, der Deutschen Staatsoper und der Komischen Oper Berlin, der Dresdner Staatsoper, der Leipziger Oper, der Ungarischen Staatsoper, der Niederländischen Oper in Amsterdam, der Royal Opera London und des Balletts Sadler´s Wells, des Niederländischen Jiří-Kylián-Tanztheaters, des Hamburger John-Neumeier-Balletts oder des Ballets des XX. Jahrhunderts „Maurice Béjart“ aus Brüssel ein.
Antonín Matzner
Weitere Informationen zur Geschichte des Festivals finden Sie auf der Seite Geschichte.
