Fächer und Termin
Der 63. Internationale Musikwettbewerb Prager Frühling, Mitglied der Weltförderation internationaler Musikwettbewerbe in Genf, findet in der Zeit vom 7. bis 15. Mai 2011 in Prag in den Fächern Klavier (im Gedenken an Rudolf Firkušny) und Posaune statt.
Bedingungen für eine Wettbewerbsteilnahme
Der Wettbewerb ist für Künstler aller Nationalitäten vorgesehen, die:
- das Alterslimit erfüllen – 30 Jahre (d. h. ab einschließlich dem 7.5.1981 geboren sind)
- im Internationalen Musikwettbewerb Prager Frühling bislang im entsprechenden Fachgebiet noch keinen 1. Preis errungen haben
Anmeldung
Teilnahmeinteressenten melden sich auf www.pragerfruhling.de und senden die Dokumente an folgende Adresse:
Mezinárodní hudební soutěž Pražské jaro
Hellichova 18
118 00
Praha 1
Tschechische Republik
Der Anmeldung fügen sie hinzu:
- eine nicht geschnittene Aufnahme - Audioaufzeichnung (CD oder Minidisk) – versehen mit dem Passwort und einer technisch hochwertigen Aufnahme der Kompositionen, die im Teil „Repertoire“ dieser Bedingungen enthalten sind. Die Qualität der Aufnahme muss professionelle Parameter erfüllen. Die Auswahl der Kandidaten, die am Wettbewerb in Prag teilnehmen dürfen, erfolgt auf der Basis dieser Aufnahme und anonym, deshalb versehen Sie bitte die Aufnahme mit dem Passwort. Fügen Sie bitte gleichzeitig die Bestätigung eines Pädagogen oder einer anderen Künstlerpersönlichkeit (event. eines Musikregisseurs, eines Tonmeisters) bei, die für die Authentizität der Aufnahme bürgen. Bei Nichteinhaltung des festgelegten Programms der Aufnahme werden Sie disqualifiziert.
- Kopie der Geburtsurkunde
- Fotografie (Porträt), die zur Reproduktion geeignet ist, leserlich unterschrieben
- Bestätigung über die Entrichtung der Verwaltungsgebühr (Kosten in Verbindung mit der Registrierung und der Vorrunde) i. H. v. EUR 25,– auf das Konto Nr. 3633372/0800 bei der Česká spořitelna, IBAN CZ64 0800 0000 0000 3633372, B.I.C. GIBACZPX
(Interessenten an einer Zahlung in Kč setzen sich bitte wegen einer anderen Kontonummer mit dem Sekretariat in Verbindung)
Beigefügte Anlagen werden nicht zurückgesandt.
Annahmeschluss für die Anmeldungen – 15. Dezember 2010
(Ausschlaggebend ist das Datum des Poststempels.)
Bis zum 15. Februar 2011 wird den Kandidaten mitgeteilt, ob ihre Anmeldung angenommen wurde.
Erhalten die Kandidaten die Nachricht, dass ihre Anmeldung angenommen wurde, überweisen sie bis spätestens 31. März 2011 die Teilnahmegebühr i. H. v. EUR 75,– . Diese Einschreibegebühr wird nicht zurückerstattet.
Unterkunft
Sämtliche Reise- und Aufenthaltskosten für den Zeitraum der I. Runde zahlen die Kandidaten selbst. Ab der II. Runde wird den Kandidaten die Unterkunft gezahlt, und zwar in einem vom Veranstalter ausgewählten Hotel für den Zeitraum ihrer aktiven Wettbewerbsteilnahme. Den Preisträgern wird die Unterkunft bis zu dem Tage gezahlt, an dem sie ihre Preise erhalten. Besorgen sich die Kandidaten eine andere Unterkunft als die, die der Veranstalter bestimmt hat, übernimmt der Prager Frühling die Kosten für die Unterkunft nicht.
Zeitlicher Ablauf
Posaune
- Beginn und Auslosung — 7. Mai
- I. Runde — 8. und 9. Mai
- II. Runde — 11. Mai
- III. Runde — 13. Mai (Konzert im Rahmen des Festivals)
Klavier
- Beginn und Auslosung — 8. Mai
- I. Runde — 9. und 10. Mai
- II. Runde — 12. Mai
- III. Runde — 14. Mai (Konzert im Rahmen des Festivals)
Feierliche Preisverleihung — 15. Mai
Der Veranstalter behält sich das Recht vor, eventuelle Veränderungen im angeführten zeitlichen Ablauf vorzunehmen.
Jury
Ihre Juryteilnahme haben folgende Künstler zugesagt:
Posaune
- Gabriel Madas, Österreich, Vorsitzender
- Gustáv Höna, Ungarn
- Robert Kozánek, Tschechische Republik
- Jean Raffard, Frankreich
- Jörgen van Rijen, Niederlande
- Branimir Slokar, Slowenien
- Jiří Sušický, Tschechische Republik
Klavier
- Ivan Klánský, Tschechische Republik, Vorsitzender
- Homero Francesch, Schweiz / Uruguay
- Martin Kasík, Tschechische Republik
- Wolfgang Manz, Deutschland
- John Lill, Großbritannien
- Cristina Ortiz, Brasilien
- Elisso Virsaladze, Georgien
Preise
Für jedes Fach des 63. Internationalen Musikwettbewerbs Prager Frühling sind folgende Preise ausgeschrieben:
- 1. Preis 200.000,– Kč
- 2. Preis 100.000,– Kč
- 3. Preis 50.000,– Kč
Diese Beträge sind als Bruttobeträge zu verstehen, d. h. es müssen davon Steuern und eventuelle weitere Gebühren nach den in der Tschechischen Republik geltenden Gesetzen und Vorschriften abgeführt werden.
Erreichen die Leistungen der Kandidaten nicht das erforderliche Niveau, entscheidet die Jury, ob alle ausgeschriebenen Preise vergeben werden, bzw. sie muss keinen dieser Preise vergeben, wenn sie feststellt, dass die Leistungen der Kandidaten nicht das übliche künstlerische Niveau des Wettbewerbs erreichen, um Preise vergeben zu können. Ist das Niveau der Kandidaten gleichwertig, kann die Jury mehrere Preise derselben Stufe vergeben, wobei die Preise zusammengefasst und erneut zu gleichen Teilen für die Preise derselben Stufe geteilt werden. Dabei ist die Jury verpflichtet, darauf zu achten, dass die Höhe der Preise nicht um Widerspruch zur abschließenden Reihenfolge steht und bei den einzelnen Beträgen nicht den ausgeschriebenen Betrag für diese Preise übersteigt.
Der 1. Preis kann nur einmal vergeben werden. Die Gewinner dieser Hauptpreise erhalten gleichzeitig den Titel “Preisträger des Wettbewerbs”.
Weitere Preise
Für jedes Fach
- Anerkennung der Jury – auch für einige herausragende Kandidaten der 2. Runde, die nicht in die 3. Runde gelangt sind
- Preis des Tschechischen Rundfunks – nicht honorierte Studioaufnahme und Präsentation des besten Preisträgers in Sendungen des Tschechischen Rundfunks
- Preis der Stiftung Tschechischer Musikfonds für die beste Interpretation der Kompositionen für den Internationalen Musikwettbewerb Prager Frühling 2011 – 15.000 Kč
- Sachpreis der Hauptstadt Prag für den erfolgreichsten Preisträger
- Preis des Musikverlags Bärenreiter in Form einer Schenkungsurkunde zur Auswahl von Notenmaterial aus der Produktion von Editio Bärenreiter Prag und Bärenreiter Verlag Kassel
- Preis des Stiftungsfonds Viktor Kalabis und Zuzana Růžičková in Form von Notenmaterial aus dem Archiv von Viktor Kalabis
- Preis Hollar (graphische Blätter) für den Träger des 1. Preises
- Preis der Galerie Miro für den erfolgreichsten Preisträger
- Kristallpreise aus dem Studio Moser für die Träger der Hauptpreise
Gemeinsame Preise für beide Fächer
- Oleg-Podgorný-Preis für den erfolgreichsten jüngsten tschechischen Teilnehmer des Wettbewerbs – 25.000 Kč, verliehen von der Stiftung Život umělce. Der Prager Frühling widmet ein Werk eines herausragenden tschechischen Graphikers.
- Gustav-Mahler-Preis für den jüngsten Finalisten des gesamten Wettbewerbs – 20.000,- Kč, verliehen von der Gesellschaft Mahler 2000
- Preis der Gideon-Klein-Stiftung für den erfolgreichsten tschechischen Teilnehmer des ganzen Wettbewerbs – 15.000,- Kč
Diese Preise verstehen sich ebenfalls brutto
Die Gewinner dieser weiteren Preise haben kein Recht auf Verwendung des Titels „Preisträger des Wettbewerbs“.
Konzertauftritte
Für jedes Fach
- Honorierte Auftritte auf dem 67. Internationalen Musikfestival Prager Frühling 2012 für die Träger der 1. Preise in beiden Fächern
Konzertauftritte für die Preisträger beider Fächer (der Veranstalter behält sich das Recht vor, einen Preisträger aus einer Kategorie auszuwählen)
- Preis der Stiftung Pro Harmonia Mundi, Schweiz – honorierter Auftritt auf dem Internationalen Treffen junger Musiker Ticino Musica
- Internationales Musikfestival Mitte Europa
- Internationales Musikfestival EuroArt Praha
- Internationales Musikfestival Mladá Praha
- Festival Mladé pódium im Rahmen des Zyklus České kulturní slavnosti
- Festival Za poklady Broumovska
- Mitteleuropäisches Festival für Konzertkunst Žilina
Honorierte Auftritte im Rahmen des Abonnementzyklus´ in der Saison 2011/2012 für die Träger einer der Hauptpreise:
- Tschechischer Verein für Kammermusik bei der Tschechischen Philharmonie
- Philharmonie Brno
- Bohuslav-Martinů-Philharmonie Zlín
- Philharmonie Hradec Králové
- Südböhmische Kammerphilharmonie České Budějovice
- Symphonieorchester Karlovy Vary
- Kammerphilharmonie Pardubice
- Mährische Philharmonie Olomouc
- Antonín-Dvořák-Gedenkstätte in Vysoká bei Příbram
- Philharmonie Plzeň
- Nordböhmische Philharmonie Teplice
Über weitere Preise wird verhandelt, sie werden auf den Internetseiten www.pragerfruhling.de/soutezni-pravidla im Wettbewerbskatalog veröffentlicht.
Wettbewerbsrepertoire
Für beide Fachgebiete
Der Wettbewerb läuft in drei Runden, die Anzahl der Kandidaten ist beschränkt. An der I. Runde können 50 Kandidaten teilnehmen, in Runde II kommen maximal 12 und in Runde III höchstens 4 Kandidaten
Die Jury hat das Recht, für die Wettbewerbsauftritte die Abfolge der Kompositionen, event. einzelner Kompositionsteile zu bestimmen.
Die Komposition eines tschechischen Komponisten, die für das Internationale Musikfestival Prager Frühling 2011 entsteht, geht den Kandidaten zeitgleich mit der Mitteilung über die Aufnahme ihn den Wettbewerb zu.
Das Wettbewerbsrepertoire, das der Kandidat in der Anmeldung anführt, ist verbindlich und kann nicht geändert werden.
Bei einer öffentlichen Produktion steht das Spielen von einer Kopie gedruckten Notenmaterials eines Herausgebers im Widerspruch zum Urhebergesetz, der Interpret übernimmt sämtliche Verantwortung für eventuelle rechtliche Sanktionen.
Die Wettbewerbsauftritte sind in allen drei Runden öffentlich.
Eventuelle Rundfunk- oder Fernsehübertragungen und Aufzeichnungen der Wettbewerbsauftritte stehen dem Prager Frühling zur Verfügung und dienen der Werbung für den Wettbewerb. Im Falle einer kommerziellen Nutzung der Aufnahmen sind diese Gegenstand weiterer Verhandlungen.
Posaune
Vorrunde (Aufnahme auf CD):
- G. B. Pergolesi: Sinfonia
I. Runde:
- 1. Henri Duttileux: Choral, Kadenz und Fugato (Alphonse Leduc, Paris 1950)
- 2. G. B. Pergolesi: Sinfonia, Arr. Ralph Sauer (Wimbledon Music Inc. 1977) – auswendig
II. Runde:
- Eine der folgenden Kompositionen:
Jacques Castérède: Sonatina (Alphonse Leduc, Paris, France 1958)
Juraj Filas: Sonate „Ke konci století“, (Edition BIM, 1997)
Paul Hindemith: Sonate (Schott Music, 1942)
Stjepan Šulek: Sonate (The Brass Press, 1975) - J. Guy Ropartz: Pièce en Si bémol mineur pour Posaunee et piano (Alphonse Leduc, Paris, France)
- Komposition für den Internationalen Musikwettbewerb des Prager Frühlings 2011 (Autor Ivan Kurz)
Klavierbegleitung — Die Kandidaten können auf dem Wettbewerb mit ihrem eigenen Pianisten auftreten, der jedoch alle Reise- und Aufenthaltskosten selbst tragen muss. Kandidaten, die auf dem Wettbewerb nicht mit ihrem eigenen Pianisten auftreten, beantragen in der Anmeldung beim Sekretariat die Bereitstellung eines offiziellen Korrepetitors.
Die Klaviere werden auf 442 Hz gestimmt.
III. Runde - Finale:
in Zusammenarbeit mit dem Prager Kammerorchester, Dirigent Zbyněk Müller
- Josef Matěj: Sonate für Posaune und Streicher – (Panton – Schott)
- G. Ch. Wagenseil: Konzert (Universal Edition, Wien, 1979) - auswendig
Die Reihenfolge der Stücke ist alphabetisch angeführt. In welcher Reihenfolge sie bei den Wettbewerbsauftritten gespielt werden, liegt im Ermessen der Jury vor dem Beginn der einzelnen Runden.
Die angeführten Editionen sind nur empfohlen.
Klavier
Vorrunde (CD-Aufnahme):
- Eine der angeführten Etüden nach Wahl des Kandidaten:
Fryderyk Chopin:
Etüden, op. 10: Nr. 1 C-Dur oder Nr. 2 a-Moll oder Nr. 4 cis-Moll oder Nr. 7 C-Dur oder Nr. 8 F-Dur oder Nr. 10 As-Dur oder Etüden, op. 25 Nr. 6 gis-Moll oder Nr. 11 a-Moll
oder Ferenc Liszt: eine der folgenden transzendentalen Etüden: Etüde Nr. 4 (Mazeppa) oder Etüde Nr. 5 (Feux Follets) oder Etüde Nr. 10 (f-Moll) oder Etüde Nr.12 (Chasse-Neige) - W.A. Mozart: erster Satz aus folgenden Sonaten:
a-Moll, KV 310 oder C-Dur, KV 330 oder B-Dur, KV 333 oder c-Moll, KV 457 oder B-Dur, KV 570 oder D-Dur, KV 576
I. Runde:
- Eine der folgenden Etüden nach Wahl des Kandidaten:
Fryderyk Chopin: eine der oben angeführten Etüden (siehe Aufnahme) oder Ferenc Liszt: eine der transzendentalen Etüden (siehe Aufnahme) - W. A. Mozart: erster Satz aus den für die Aufnahme geforderten Sonaten
- Bedřich Smetana: eine der folgenden Kompositionen aus den Böhmischen Tänzen:
Polka a-Moll, Hühnchen, Zwiebelchen, Der Ulane, Sousedská
II. Runde:
Dramaturgisch interessantes Rezital von 40 – 50 Minuten Dauer:
In diesem Rezital spielt der Kandidat die für den Internationalen Musikwettbewerb Prager Frühling 2011 geschriebene Komposition von 5-7 Minuten Länge vor (Autor Luboš Sluka), desweiteren Stücke aus mindestens zwei Stilepochen. Der Wettbewerbsteilnehmer darf beim Rezital keine Kompositionen spielen, die er bereits in der I. Runde zu Gehör gebracht hat.
III. Runde - Finale:
in Zusammenarbeit mit der Prager Kammerphilharmonie, Dirigent Petr Vronský
- Eines der folgenden Konzerte:
Antonín Dvořák: Konzert g-Moll, op. 33 (Editon Supraphon, Version von Kurz)
Edvard Grieg: Konzert a-Moll, op. 16
Fryderyk Chopin: Konzert Nr. 2 f-Moll, op. 21
Ferenc Liszt: Konzert Nr. 1 Es-Dur
Robert Schumann: Konzert a-Moll, op. 54
Die Reihenfolge der Stücke ist alphabetisch angeführt. In welcher Reihenfolge sie bei den Wettbewerbsauftritten gespielt werden, liegt im Ermessen der Jury vor dem Beginn der einzelnen Runden.
Diese Wettbewerbsbedingungen wurden im Einklang mit der Wettbewerbsordnung des Internationalen Musikfestivals Prager Frühling vom 3.3.2009 ausgeschrieben. Die Wettbewerbsbedingungen werden in tschechischer, englischer, französischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Im Streitfall gilt der tschechische Text als authentisch.
